Presse


Süddeutsche Zeitung (2016): »Zum 150. Geburtstag des Künstlers [Wassily Kandinsky] haben jetzt Alexander Graeff und Alexander Filyuta einen kleinen Band herausgegeben: Vergessenes Oval (Verlagshaus Berlin), in dem sie Gedichte aus Kandinskys Nachlass veröffentlichen. […] Im Vergessenen Oval lassen sich tatsächlich Gedichte entdecken, die sich wie Vorläufer der Konkreten Poesie lesen, wenngleich ihre typografische Erscheinungsform noch nicht so ausgeprägt ist. […] Auch im Vergessenen Oval sind übrigens Bild und Text gekonnt verknüpft. Der Zeichner Christoph Vieweg hat den Band behutsam illustriert.«

Satt.org (2016): »Graeffs [Literatur] vergegenwärtigt auf subtile Weise die Allgegenwart der Poesie.«

H/SOZ/KULT (2015): »Graeff erweist sich [...] als ein detailreich informierter und ambitionierter Autor.« 

Signaturen-Magazin (2014): »Graeffs Texte sind auch als Reaktion auf laufende gesellschaftliche Diskurse zu lesen, als Reaktion auf eine Gegenwart, in der Gewißheiten im Schwinden begriffen, gesellschaftliche Übereinkünfte erodieren, sich viele fragen, welchen Sinn ihr Leben hat oder ob überhaupt einen, und in der es andernseits viel zu viele Dinge gibt, die Sinn machen. [...] Das alles muß mitgedacht, im Hinterkopf behalten werden, wenn man sich auf Graeffs Geschichten einläßt. Dabei eignet ihm so gar nichts von einem Autor, der sich den Lesern gegenüber im Vorteil wähnt, sich einbildet, ihnen irgendetwas voraus zu haben. Wie souverän er mit den Mitteln umgeht, läßt sich in jeder der Erzählungen beobachten.«

Fixpoetry.com (2014): »Es ist diese besondere Erzählhaltung, die man vor allem aus der klassischen Moderne kennt, und die den Reiz [seiner] Erzählungen [...] ausmacht. Graeff lässt seine Figuren die Möglichkeiten von Sprache und Kommunikation ausloten und verzichtet dabei weitgehend auf klassische Plots oder Spannungsbögen. Vielmehr hält er in seinen Text von Anfang bis Ende eine gleichbleibende und damit unbestimmte, bisweilen bedrohliche Spannung aufrecht. Das erreicht er, indem er mit souveräner Doppelstimme philosophische Reflexionen und erzählende Passagen gleichberechtigt wirken lässt und miteinander verknüpft.«

LEO – Onlinezeitschrift für Sprache und Kommunikation (2014): »Wie soll man es packen? [...] Lese Poesie. Groteske. Gedankenprosa. Lese Beschreibung. Wörtliche Rede. Wissen. Da steht nirgendwo Ungehöriges und doch gerate ich in Widerspruch mit dem Dastehenden. Es ist ein vorgehaltener Spiegel, längst zersplittertes und neu zusammengesetztes Glas. Setz dich mit mir (oder dir) auseinander!, scheint das Erzählen einzufordern. So ist auch keine der Figuren, die es je in den Mittelpunkt rückt, ohne irgendein Miteinander. Jeder der sechs Entwürfe ist ein je anderes Kunststück. Man muss sich einlassen wollen, um ein Stück weit neben die eigene Welt zu geraten und in die Ahnung bis indizienreiche Gewissheit, dass keine der Geschichten ohne die anderen ist.«

Rhein-Neckar-Zeitung (2014): »Graeff [...] schreibt über Menschen, die sich entwickeln, die sich von ihrer Herkunft lösen, vom Stadt-Land-Gefälle. [...] Seine Geschichten haben eines gemeinsam: das Element der Sehnsucht nach der verlorenen familiären Herkunft, nach anderen Menschen und nach einem Wort für das Selbst.«

Mindener Tageblatt (2013): »Graeff verarbeitet autobiografische Erlebnisse, entzieht ihnen die Essenz, also das, was sie als Gefühl ausmacht und bettet sie entfremdet in einen anderen Kontext. Seine facettenreiche, poetisierte Sprache ist fesselnd und so dicht, dass er die Zuhörer schnell in seinen Geschichten einschließt. [...] Die surrealen Texte lassen im Nachhinein die Welt selbst surreal und hinterfragbar erscheinen und man versucht immer eine Grenze zwischen sich und den teilweise seelisch zerstörten Protagonisten zu ziehen. [...] Was bleibt ist Graeffs einzigartige Sprache, die eigentlich nie so ganz in eine Textgattung einzuordnen ist. Zu viele Einflüsse kann man erkennen und zu viele Gedanken schießen einem, auch beim späteren Nachsinnen, durch den Kopf.«

Weser Kurier (2011): »Graeff hat es sich zur Aufgabe gemacht, Gewohntes in Frage zu stellen und die Grenzen von Sprache und Identität auszuloten. Das mutet mitunter surreal an: [...] Alexander Graeffs Texte sind zugleich Prosastücke und philosophische Essays.«

TUBUK (2011): »Alexander Graeff ist ein Wandler zwischen den Welten: Der studierte Philosoph beschäftigt sich in seinen Essays mit Okkultismus und Avantgarde; seine Erzählungen entfalten eine ganz eigene Ästhetik zwischen psychologischen Studien und surrealen Erlebniswelten.«

Onlinemagazin Kulura-Extra (2011): »Genau das ist die bemerkenswerte Leistung Alexander Graeffs. Der Autor als Regisseur eines literarischen Bühnengeschehens zieht alle Register. Ob als Ich-Erzähler oder als Bühnenbeleuchter, Graeff bewegt sich auf allen wesentlichen erzähltechnischen und erkenntnistheoretischen Ebenen und bedient sich aller Perspektiven, um seine Worträume als Bühnenbild mit holografischer Wirkung zu erzeugen. [...] Die Vielschichtigkeit der Sprache verführt Graeff nie zu einer Rhetorik politischer Sinnverkommenheit. [...] Sparsam im Wort, minimalistisch in der Handlung, aber intensiv in Bedeutungsdichte gestaltet Graeff erzähltechnische Verwobenheit von Sprache, Bedeutung und Geschehnis zu einem Artefakt, das als Spiegeluniversum von Vielfalt und Unüberschaubarkeit menschlichen Miteinander-Seins verstanden werden kann.«

Satt.org (2008): »Alexander Graeff fiel bereits mit einigen Sachpublikationen zur Kunst der Jahrhundertwende und zu Wassily Kandinsky auf. In seinen literarischen Prosastücken geht er einen ähnlichen Weg: in einer vermeintlich alltäglichen Umgebung bricht – nein, kein phantastisches Element, sondern geradezu ein metaphysisches ein. Statt eine herkömmliche Handlungslinie zu zeichnen, schaut Graeff hinter das vermeintlich Normale.«
 
 
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